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Donnerstag, 30. Mai 2013, Fronleichnam
Meßstetten – Meßkirch, ca. 33 km

 

Morgens um 08.00 Uhr geht es los. Die Wetteraussichten für die kommenden drei Tage sind alles andere als berauschend. Es werden sehr starke Regenfälle mit Sturm vorhergesagt.
Die ersten Kilometer nach Heinstetten scheint sogar die Sonne. Aber kurz nach Irndorf, ins Donautal runter, beginnt es zu regnen. Im Kloster Beuron hole ich mir meinen ersten Stempel im Klosterladen ab. Das Kloster dort ist ein richtiges Kleinod, herrlich gelegen im oberen Donautal. Meine Mittagspause mache ich auf einer Bank neben der Pilgerstatue. Danach geht es weiter Richtung Lourdes-Grotte und nach einem kurzen Stück ist schon das Schloss Bronnen zu sehen. Ich gehe aber – laut Reiseführer – rechts am Schloss vorbei den Berg etwas hinunter, um die beeindruckenden Höhlen anzuschauen: Die Jägerhaushöhle und die drei Bronnenhöhle sind sehr beeindruckend.
In Buchheim ist am Ortsausgang der „Buchheimer Hans“ interessant. Der heutige Aussichtsturm war einst der Turm der 1677 von durchziehenden sächsischen Truppen zerstörten Kirche. Danach geht es links durch Felder zum Waldrand und hier musste ich höllisch aufpassen, um die sehr schlecht markierte Abzweigung in den Wald nicht zu verpassen. Dort sind die Wegweiser ebenfalls sehr mangelhaft gesetzt. Über Heudorf geht es weiter nach Meßkirch. Dort trinke  ich im Cafe Brecht einen Kaffee und esse ein gutes Stückchen Torte. Danach mache ich mich auf die Suche nach meinem  Quartier bei Christian Wollgast, Am Gerbertürle 7, Meßkirch. Leider nervt dort ein Hund in der Wohnung im Erdgeschoss, der stundenlang kläfft. Ansonsten ist die Ferienwohnung schön, müde und erledigt gönne ich mir ein heißes Bad. Danach lege ich mich etwas hin und schlafe ca. 1 Stunde. So gegen 18.00 Uhr mache ich mich auf dem Weg durch das schöne Städtchen. Als ich in die Stadtpfarrkirche komme, beginnt kurz danach der Gottesdienst. Es riecht – übrigens wie im Kloster Beuron – stark nach Weihrauch, naja es ist ja auch Fronleichnam. Anschließend gehe ich in eine Pizzeria und gönne mir eine leckere Pizza mit einem kühlen Hefeweizen ;-)

Freitag, 31. Mai 2013:
Meßkirch – Hohenbodman, ca. 26 km


Morgens um 08.00 Uhr geht es los, es regnet schon in Strömen und mein Regenponcho kommt in Einsatz. Zuerst trinke ich einen Kaffee und esse ein Croissant im Neukauf von Meßkirch. Danach laufe ich aus der Stadt heraus, leider übersehe ich eine Abzweigung (war diese vielleicht schlecht markiert?), so dass ich plötzlich in einem Maisfeld stehe. Gott sei Dank habe ich den Wegverlauf einigermaßen im Kopf und gehe – nun an den Hosenbeinen pitschnass von den nassen Pflanzen – einige hundert Meter an der Straße entlang. Anschließend versuche ich, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Trotzdem nehme ich eine Abzweigung zu früh und muss wieder einige hundert Meter zurücklaufen. Bei dem Regen kein angenehmes Unterfangen. Nach ca. 10 km erreiche ich den Ort Wald mit dem schönen Kloster an einem kleinen See. Ich gehe aber nicht hinein, sondern mache eine Pause in der etwas geschützten Bushaltestelle. Es ist sehr kalt und ich muss aufpassen, dass ich nicht auskühle. Nach ca. 30 Minuten suche ich den Weg hinaus aus Wald Richtung Aach-Linz. Ich nehme nämlich die Strecke über Aach-Linz und Großschönach, eine kleine Änderung des Linzgauer Jakosweges. Auf meinem Weg an der Verkehrsstraße entlang möchte mich sogar ein Autofahrer mitnehmen, ich lehne aber dankend ab, da ich ja kein Autofahrpilger bin ;-)
Mein Spann tut höllisch weh, ich laufe aber tapfer weiter. Nach einigen Kilometern geht der Weg nach Taisersdorf an einer Gedenkstätte zum Gedenken an den Flugzeugabsturz von Juli 2002 vorbei. Der Anstieg nach Hohenbodman verlangt mir meine letzten Reserven ab, der Regen hat meine Schuhe und Füße stark aufgeweicht, ich komme mir vor, als würde ich im Matsch laufen. Das Tagesziel „Gasthaus Adler“ in Hohenbodman ist erreicht. Die ältere Wirtin zeigt mir mein Zimmer, nachdem ich ein Radler getrunken habe, versuche in nun, meine Schuhe und Socken wieder trocken zu bringen.
Abends esse ich ein „Adlertöpfchen“ und lese danach noch eine Weile „Die Hütte“. Als ich Agnes anrufen möchte, bemerke ich, dass das Touch-Pad an meinem Handy nicht mehr funktioniert. Na Bravo und Gute Nacht.

Samstag, 01. Juni 2013:
Hohenbodman – Konstanz, ca. 26 km


Morgens bitte ich beim Frühstück eine Biker-Gruppe (Der „Adler“ ist spezialisiert für Biker-Gruppen), über ihr Handy telefonieren zu dürfen. Das klappt auch, heutzutage haben die meisten Flatrates und es war eine nette Geste. Danke Jungs ;-) Nach dem Frühstück mache ich mich auf in den Regen, nach einigen hundert Metern nach Hohenbodman verlaufe ich mich, entweder habe ich mein Regencape zu tief ins Gesicht gezogen oder die Abzweigung mitten auf einer Wiese fehlt. Nach unnötigen paar hundert Metern drehe ich wieder um und sehe dann am Waldrand die Schilder, die durch den Wald weisen. Etwas mulmig ist mir schon, schließlich hat es die letzten Wochen so stark und lange geregnet, dass es auch eine Warnung vor umstürzenden Bäumen in Wäldern gab, da die Wurzeln im aufgeweichten Boden nicht mehr so gut halten.
Vorbei an Owingen geht es immer Richtung Bodensee mit Zwischenziel Überlingen. Kurz vor Überlingen führt der Weg sogar einige hundert Meter durch einen Golfplatz. Am Hafen in Überlingen angekommen, fährt meine Fähre vom Schiffsanlegeplatz ab. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten. Auf der anderen Bodenseeseite angekommen, verläuft der Weg an der Wallhauser Werft vorbei. Ich versuche eine Abkürzung zu gehen, was aber nicht unbedingt gelingt ;-( Aber nach einigen Kilometern treffe ich wieder auf den „offiziellen“ Weg.  Nach Litzelstetten verläuft der Weg sehr angenehm durch den Wald, an der einen oder anderen Abbiegung sind die Wegweiser aber sehr dürftig!! Am Unigelände vorbei suche ich die Bushaltestelle der Universität Konstanz, ich finde sie aber nicht. So laufe ich weiter in die Stadt hinein bis zur nächsten Bushaltestelle. Der nächste Bus geht aber erst in 25 Minuten, so kann ich auch laufen.  Durch die belebte Innenstadt geht es über die Fußgängerbrücke des Rheins Richtung Münster. Dort angekommen – mal wieder nass – treffe ich meine drei Lieben, Agnes, Jonathan und Jule. Anschließend besuchen wir  Agnes´ Schwester Simone und Ihre Familie und dürfen dort  einen wohltuenden heißen Kaffee und einem leckeren Kuchen genießen ;-)

Start an der Haustüre

noch scheint die Sonne

Wegweiser

Kapelle bei Irndorf

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Abstieg nach Beuron

Kloster Beuron

Pilgerstatue

Wegkreuz

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Fensterbild Buchheim

schönes Raps

Stadtpfarrkirche Meßkirch

wow, an der Kirche

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Meßkirch

Kloster Wald

Flugzeugabsturzstelle

Wegzeiger Hohenbodman

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Storch vor Wallhausen

Konstanzer Münster

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