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Dienstag-Martes, 11.05.2010, Ages – Burgos, 24,5 km

Nach unserem Zwangsfrühstück gehen wir (Alex, Manu, Heike und Rolf) bei ca. 4 Grad los. Es ist saukalt, meine Hände frieren. Der Weg schlängelt sich erst einen Berg hoch, danach wieder runter und die Vororte von Burgos sind schon sichtbar. Vorbei am Flughafen (es ist nichts los, vielleicht wegen dem Flugverbot durch die Vulkanasche vom isländischen Vulkan Eyjafjallajökull) laufen wir durch das Industriegebiet. Die Mädels sind klüger und nehmen für die letzten 5 km den Bus für 0,85 €. Kurz vor der Kathedrale –und der Herberge- gehen wir noch in eine Bar um einen Caffe bzw. Cola u trinken. Dort entdecke ich auf einem großen Zigarettenautomat ein wunderschönes Waldhorn. Da fühle ich mich doch richtig heimisch.

Um 14.40 Uhr kommen wir an und wohnen im 6. Stock der großen städtischen Herberge. Nach dem duschen geht´s in die Stadt, ich schaue mir die Kathedrale an. Groß und doch sehr zugebaut und  vielen Nebenaltären mit viel Gold. Zuviel für einen Protestanten, draußen wieder angekommen fängt´s mal wieder zu regnen an. Wir schlendern etwas rum und suchen ein Restaurant für den Abend, im Cafe Espana spendiert Rolf uns einen spanischen Cognac ;-) Abend geht´s noch in das Restaurant neben der Kathedrale und der Herberge, Abschiedsmenü für Heike und Manu, sie fahren morgen mit dem Bus nach Leon und schenken sich die Meseta. Der fehlende Mittagsschlaf sollte sich morgen rächen.

 

Mittwoch-Miercoles, 12.05.2010, Burgos – Hontanas, 32,4 km

Wir stehen um 05.50 Uhr auf, ich bin todmüde und habe einen schlechten Tag. Günther ist wieder fit und läuft in unserer Männergruppe wieder mit. Beim warten in der Herberge bekomme ich von den Hollandschwestern ein Glas Milch, ich glaube das tat mir nicht so gut. Nach einem Caffe con leche in Tardajos geht´s weiter, ich bin jetzt schon nach 11 km fertig und laufe wie in Trance. Wir gehen auf einer Hochebene und Hontanas will einfach nicht erscheinen. Dann das Schild „Hontanas 0,5 km“ . Länger hätte ich es auf nicht mehr geschafft. Nach dem einchecken falle ich todmüde in meinen Schlafsack, da war es egal dass draussen das Metallgeländer der Treppe geschweißt und gehämmert wurde. Nerviger war da schon daß hinter uns ein Zimmer voll mit Spaniern war und bei jedem Durchgang zwei Türen zugeschlagen wurden!!!! Anscheinend gibt es bei den Spaniern keine Türgriffe. Die Herberge macht erst nach Anfrage von Günther die Heizung etwas an, sonst hätten wir zwei Decken gebraucht. Ich habe keinen Hunger, um 21.30 Uhr esse ich eine Banane. Um 03.30 Uhr übergebe ich mich auf dem Klo. Na bravo.

 

Donnerstag-Jueves, 13.05.2010, Hontanas – Itero de la Vega, 21,4 km

Heute machen wir eine Entspannungsetappe. Trotz Regen geht´s gut, ich trinke zum Frühstück einen Tee und esse eine Schnecke! Wir laufen an der Ruine des Klosters San Anton vorbei. Das Kloster gehörte zum Orden von San Anton, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte die Pilger zu heilen, die an Lepra litten. Schön zu sehen die Einbuchtungen wo die Leprakranken etwas zu essen durchgeschoben bekommen haben. Auf dem Weg überqueren wir die Provinzgrenze nach Palencia. Christa aus der Steiermark zeigt auf ihrem Fotoapparat dass es heute morgen schon geschneit hat. Die Herberge ist o.k., aber alles ist saukalt, auch abends beim Abendessen (Pilgermenü so lala, Wein schmeckte wie Essig) friert mir beinahe mein Essen wieder ein! Und ich schlafe nachts in meinem Schlafsack und zwei Wolldecken drüber. Aber: ich schaue im Internet den Wetterbericht, es soll die nächsten Tage wärmer werden, bis zu 20 Grad.

 

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