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Freitag-Viernes, 14.05.2010, Itero de la Vega – Villalcazar de Sirga,
29,1 km

Nach einer kalten Nacht geht´s um 07.00 Uhr los. Es ist eiskalt, meine Hände frieren mal wieder wie im ärgsten Winter. Aber es ist trocken und hat blauen Himmel. Sonst eine schöne Wanderung entlang der Kugelberge nach Fromista. Dort machen wir den ersten Stop um 10.30 Uhr, da es im ersten Ort keine Bar gab. Danach geht es immer am „Canal de Castilla“ entlang. Auf dem Weg findet Günther ein kleines Fahrrad und probiert es gleich aus ;-) An den Anblick der vielen Störche auf dem Weg haben wir uns gewöhnt.

Wir kommen in Villalcazar de Sirga an und übernachten in der kleinen kirchlichen Herberge. Dort ist „Joe“, ein Deutscher der vor 40 Jahren nach Kanada ausgewandert ist und jetzt für 2 Wochen Hospitalero  dort macht. Es wird gemeinsam gekocht, Eintopf mit allerhand drin. Die Tischrunde besteht aus 4 Deutschen, einer Engländerin (Elisabeth aus Liverpool die jetzt in Barcelona wohnt), ein Japaner den wir noch sehr oft sehen werden und 2 Basken. Einer davon ist ein total schräger Vogel, hat wohl noch nie einen Zahnarzt gesehen. Wir werden ihn später nur den „Bombenleger“ nennen da er sich offen als Freiheitskämpfer und Kommunist outet.

 

Samstag-Sabado, 15.05.2010, Villalcazar de Sirga – Ledigos, 30,1 km

Wir stehen relativ spät um 06.45 Uhr auf und essen noch was. Heute ist Meseta pur angesagt. Nach 5,5 km frühstücken wir in Carrion de los Condes  mit Caffe con leche und Bocadillo con Jamon. Lecker, lecker. Jetzt geht es 18 km ohne Stadt und Gebäuden durch die Meseta. Ist aber sehr schön, die Wolken sehen sehr toll aus. Bei der Hälfte gibt´s eine Bar („Oasis“) wo wir Mittagspause machen. Hier gab´s den wohl schlechtesten und teuersten Caffe con leche auf dem ganzen Camino. In Ledigos kommen wir um ca. 15.40 Uhr an, wir haben ein 4er-Zimmer und keine Waschmaschine. Da ist dann Handwäsche angesagt! Da merke ich dass ich irgendwo beim duschen ein Unterhemd und eine Unterhose habe liegen lassen. Was soll´s, kaufe ich nach in Leon. Abends essen wir ein gutes Pilgermenü in der Herberge, ich erhalte immer wieder SMS von zuhause wie´s beim DFB-Pokalendspiel  Bayern – Bremen steht. Endergebnis 4:0, gute Nacht ;-)

 

Sonntag-Domingo, 16.05.2010, Ledigos – Bercianos del Real Camino,
27,8 km

Morgens trinken wir in der Herberge noch einen Caffe con leche, ich gönne mir noch ein Schoko-Muffin. Danach geht´s über ein kleines Nest (Terradillos de los Templarios) und San Nicolas nach Sahagun. Dort rasten wir in einer Bar, die erst die offen hat. Wir laufen danach über Calzada del Coto wo wir uns entscheiden weiter nach Bercianos del Real Camino zu laufen. Das erste Hostal kostet 20 € im DZ, für uns zu teuer. So gehen wir in die kirchliche Herberge. Spannende Atmosphäre im alten Pfarrhaus im Lehmziegel-Baustil. Mauersegler fliegen immer wieder in die Ritzen des Hauses und wir sonnen uns – zum ersten mal auf dem camino – so richtig. Sonne, das tut gut. Christa aus der Steiermark ist auch wieder da, die ersten Worte: „Es ist so schön Jürgen wieder zu sehen“ ;-)

Gemeinsames Abendessen mit gemischtem Salat, einer Suppe und einem Kokos-Joghurt. Danach schauen wir uns noch gemeinsam den Sonnenuntergang der Meseta an, stilgerecht zieht noch ein Schäfer mit seinen Schäfchen an uns vorbei.

 

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