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Mitwoch-Miercoles, 05.05.2010, Estella – Los Arcos, ca. 22,4 km

Um 06.15 Uhr rascheln wieder die ersten mit den Rucksäcken und machen das Licht an. Ich döse weiter bis 06.45, tape mich und geh frühstücken in der Herberge. Caffe von leche, Toastbrot mit Marmelade und einige Kekse. Danach geht´s los, vor lauter vergesse ich meinen Fotoapparat. Aber ich merke es schon nach 200 m. Gott sei dank ;-) Schöner Tag mit etwas Regen, aber viel Matsch auf der Strecke. Bei der Weinkellerei „Bodegas“ probier ich etwas Wein und laufe die nächsten 60 Minuten mit einem Brasilianer aus Sao Paulo. Wir sprechen über: Fußball. Seine Favoriten für die WM sind Brasilien (natürlich), Spanien und Holland. Auf einem Berg auf dem Weg hat es Schnee, heute hat es ca. 8-10 Grad. Den ganzen Weg geht´s durch Weinberge und Olivenhaine. Ich treffe auf dem Weg auch wieder Alex und Pia wieder, noch geht jeder seinen Weg. Ankunft um 12.40 Uhr in der Casa Austria. Super schön, sauber und sehr gemütlich mit dem schönen Aufenthaltsraum (eine der schönsten Herbergen auf dem Camino). Pia aus Worms, Alex aus Naumburg und Günther aus Würzburg und ich werden Abendessen kochen. Dazu gesellt sich Giuliano aus Mailand, er macht die Soße zu unseren Spaghetti…… Wir haben viel Spaß beim gemeinsamen internationalen Essen, es sollte nicht das letzte gewesen sein.

Donnerstag-Jueves, 06.05.2010, Los Arcos – Logrono, ca. 29 km

Nach einem kleinen Frühstück für 3 € in der Casa Austria geht´s um 07.30 Uhr los. Günther, Alex und ich laufen weiter. Pia ist schon etwas früher los. Die ersten 10 km gehen sehr gut, doch ich glaube der Wegweiser „20,7 km nach Logrono“ stimmt wohl nicht ganz. Unterwegs treffen wir Pia wieder. Zum ersten mal treffe ich auch Philipp, einen etwa 20jährigernMann aus Deutschland der noch Zeit bis zu seinem Studium hat und in der Zwischenzeit den Jakobsweg läuft.

Pause machen wir so gegen 11.30 Uhr vor einer Bar und neben der Kirche in Viana. Vor der Kirche fällt ein Grabstein auf: Hier wurde Cesare Borgia im Anfang 16. Jahrhundert VOR der Kirche begraben, sein Vater war Papst. Und er galt als blutrünstiger Tyrann.

Günther entschliesst sich mit Manuela und Pia ein Taxi nach Logrono zu nehmen. Alex, Heike aus Berlin und ich laufen zu Fuß die letzten 10 km nach Logrono. Beim nächsten Wegweiser werden aus den 10 km aber wieder 11,7 km. Endlich erreichen wir gegen 14.40 Uhr Logrono. Die städtische Herberge ist voll, „completo“. Die kirchliche ist zu, aber Walter aus Brasilien wartet mit 4 anderen davor. Anscheinend gibt´s noch 7 Plätze. Warten. Um 15.10 Uhr kommt der Pater, wir dürfen unsere Rucksäcke abstellen und sollen um 16.00 Uhr wieder kommen. Zwischendurch gehen wir in eine nette Bar, einen caffe con leche trinken, und ich esse meine ersten Tapas. Lecker! Hähnchenschenkel, etwas Fleisch in Teig eingebacken und Thunfisch mit Zwiebeln.

In der Albergue angekommen ist alles noch frei und wir haben ein Bett, besser gesagt eine Turnmatte. Gott sei dank. Amüsant ist mein Gegenüber auf der anderen Matraze: Ein Vietnamese der mit dem Fahrrad unterwegs ist spricht sehr gut deutsch und kramt plötzlich eine Deutschlandflagge aus seinem Rucksack.

Wir treffen uns um 18.00 Uhr vor der Kathedrale mit den anderen (Taxipilgern ;-), eigentlich wollten wir in der städtischen Herberge etwas kochen aber es ist dort nicht möglich. So gehen wir in ein Restaurante und essen Pilgermenü, hier essen wir den mit Abstand besten Flan auf dem ganzen camino…. Pia möchte morgen den Bus nach Burgos nehmen, schauen wir ob uns der Weg wieder zusammenbringt.

 

Freitag-Viernes, 07.05.2010, Logrono – Najera, ca. 31 km

Von Logrono geht es die erstem Kilometer durch die Stadt, aber auch durch einen schönen Park mit einem kleinen Stausee. Danach geht es an der Autobahn entlang - mit dem Zaun in den Pilger Kreuze einflechten. Nach Ventosa machen Alex und ich eine Pause unter einer Autobahnbrücke, manche Brummifahrer hupen uns und den anderen Pilgern. Es ist immer sehr mühsam nach einer Pause, da tun die Beine besonders weh. Aber nach einigen Metern geht´s dann wieder.

Dann kommen die letzten 10 km die es in sich haben. Und es fängt mal wieder an zu regnen. Der letzte Teil nach Najera ist sehr beschwerlich. Mein linkes Knie zickt etwas, aber mit einem kleinen Umweg (Wir verpassen im Ortsinnern den gelben Pfeil) und zweimal nachfragen kommen wir so gegen 14.30 Uhr bei der Herberge an. Allerdings macht sie erst um 15.00 Uhr auf, so warten wir im Regen halt. 92 Betten in einem Raum, je 2 Duschen und Toiletten für Frauen und Männer.  Pia ist schon da, sie hat den Bus doch nicht genommen und hatte Spaß am laufen heute. Die Atmosphäre in der Herberge ist spannend, obwohl alles sehr eng ist sind alle entspannt und sind nur froh dass jeder im Trockenen ist und ein Bett zum schlafen hat.

Abends gehen wir in einem Restaurant zum Pilgermenü, Günter isst nur Spaghetti, er ist sehr fertig und hat keinen großen Hunger. Die Nacht ist gut mit Oropax, einige „ziehen“ doch auf den Flur aus wegen der sehr lauten Schnarcher.

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